Re: differenzieren

Geschrieben von Jürgen Unendlich am 05. März 2010 20:16:23:

Als Antwort auf: Re: differenzieren geschrieben von Sapphire am 05. März 2010 15:43:46:

Hallo Saphire,

ich habe Deine Ausführungen wiederholt gelesen, ich werde ihn sicherlich noch einige weitere Male lesen. In Deinen Ausführungen liegt sehr viel Arbeit, danke für die Mühe. Meine derzeitige Entscheidung ist: Vorläufig nicht darauf zu kommentiern. Nicht etwa weil ich nicht wahrnehme - recht im Gegenteil ggf genau deshalb.

Solltest du dennoch eine Kommentierung wünschen, möchte ich dich um etwa 10 Tage Geduld wünschen und dich bitten mich darauf wieder anzusprechen. Klar mache ich es dann gerne!

Bitte sei mir nicht Böse um diese meine Entscheidung.

Lieben Gruß

Jürgen-Unendlich


>Lieber Jürgen,
>lange habe ich mit mir gerungen und doch muss ich jetzt die Vorsicht außer Acht lassen und mich hier einmal zu Wort melden.
>Ich finde es mehr als nur befremdlich wie Du hingehst und oft Thesen in den Raum stellst ohne diese auch innerhalb Deiner Aussagen oder Postings korrekt ausgearbeitet zu haben.
>Ich für meinen Teil bin der Auffassung, dass man nicht nur Themen mit „harten Schlagwörtern“ wie zb. „Stigmatisierung“ oder „Reiten auf dem moralischen Anspruch“ ins Leben rufen kann, weil man für sich bsp das Recht verbucht ehrliche, klare Worte zu sagen und den anderen dieses indirekt und direkt abspricht.
>Auch ich verbuche für mich das Recht klare, offene und ehrliche Worte zu gebrauchen, rede oft oder größtenteils ohne Splats, weil ich zu diesen eine andere Einstellung habe als die meisten anderen Blümchen hier, dennoch achte ich deren Empfindlichkeit und Triggern und kennzeichne demzufolge meine Postings wenigstens mit „TRIGGER“.
>Dies geschieht aus meiner Achtung dem Leben gegenüber heraus…..aus Achtung den Menschen gegenüber die hier schreiben und vor allem auch deshalb, weil ich im Vorfeld ja nie wissen kann, was der andere erleben musste oder ihn triggert.
>Fürmich persönlich war es schon mehr als befremdlich, triggernd, auf diesen Seiten ein Posting zu finden, dessen Titel „Stigmatisierung“ gewesen ist und dies auch noch ohne Triggerwarnung.Ich habe es gelesen, auch die Antworten dazu,nur fand ich dieses beschriebene Verhalten nicht bestätigt und dachte mir, dass es sich auf den Chat bezog und beließ es dabei. Du wunderst Dich evt warum ich so ausholte und diese Postings als bsp mit einfließen ließ doch das ist leicht zu erklären, weil mir Dein Verhalten sehr aufstößt, stark verunsichert und zum Teil auch ärgerlich macht.
>Bist Du gestern nur in den Chat gekommen um mit einer Userin „abzurechnen“ bzw mit ihr zu dissen? Jeder Versuch meinerseits das Gespräch auf eine sachlichere Ebene zu leiten wurde von Dir ignoriert. Warum? Ich empfand Dein Verhalten besonders mit dem Abschluss hier im Forum sehr unprofessionell, triggernd und mir gegenüber mehr als nur unhöflich allein schon Deine Reaktion auf mein Nachfragen und Erklärung hin, was Dein Verhalten in mir auslöst und verunsichert. In so einem Jargon dann eine Antwort zu erhalten ist mehr als befremdlich, wenn man Deine Postings vor Augen hat. Die anderen Punkte werde ich kurz beantworten indem ich in Deine Sätze reinschreibe, wobei ich an meinen Schutz denken muss und nur kurz allgemein antworten kann…..tut mir leid aber das geht leider nicht anders, da mir mein Leben und das meiner Kinder einfach näher und wichtiger ist.
>Vielleicht hilft es, wenn Ihr bei der Rede "die Kirche" stärker differenziert. Ich meine, wenn ein konkreter Mensch einem anderen Leid zufügt, verflucht Ihr hoffentlich nicht auch die ganze Menschheit.
><-- Wer bitte soll hier differenzieren? Wir? Ich suche hier bei dieser von Dir aufgestellten These auch die Beispiele in denen nicht adäquat mit dieser Thematik umgegangen worden ist. Ich las in dem ganzen Thread über diese Diskussion mit „Reiten auf dem moralischen Anspruch“ und „Forderungen an die kath. Kirche“ nicht ausschließlich eine Verunglimpfung der Kirche sondern gegenteiliges….man war doch dagegen WIE die Organisation wiederholt auf die Vorwürfe reagiert…ihren Umgang damit und das nicht zum ersten Mal!
>Für mich persönlich ist Kirche und Glauben zweierlei!
>Ich schimpfe nicht über die Kirche..........sondern versuche zu ändern. Ich konfrontiere die Kirche halt. Über andere reden oder mit anderen reden?
><--Diese Deine Aussage hätte so stehen bleiben ohne Kommentar, wenn sie nicht indirekt uns mitteilen würde, dass NUR DU versuchen würdest zu ändern im Gespräch und wir Die Anderen in keinster Weise. Das finde ich gelinde gesagt sehr überheblich!
>Wer gibt Dir das Recht so zu „be-ver-und urteilen“?
>-Woher willst Du wissen ob nicht auch andere Opfer dieses Gespräch Miteinander mit der Organisation Kirche gesucht haben?
>-Woher willst Du wissen ob nicht auch wir die anderen Opfer nicht diese Konfrontation suchten?
>-Welches Recht leitest Du für Dich hier ab, es so beurteilen zu können? Über Erfolg und Misserfolg oder welche Folgen solche Gespräche oder Konfrontationen mit sich brachten möchte ich mir hier jetzt nicht äußern.
>Bislang habe ich hier noch keinen gehört der zur Kirche hingegangen ist und nun auch sagt das oder das finde ich schlecht. Woher soll die Kirche wissen wie wir Betroffenen fühlen oder Unrecht sehen. Also melde ich meine Ansprüche halt an. Und wenn in der Kirche schlechtes läuft dann sage ich es, wie derzeit.
><--Na, warum Du bisher dazu noch nichts gehört hast, wird wohl verschiedene Ursachen und Gründe haben u.a. auch jene wie die Opfer Mundtot machen…wie auch immer dies gelagert ist. Dazu vermag ich mich leider hier nicht näher zu äußern eingedenk der eigenen Sicherheit! Nur soviel noch dazu. Die Institution Kirche weiß darum wie die Betroffenen fühlen, sie durchmachen, denn diese Missbrauchsthematik ist ja nicht zum ersten Mal so in der Öffentlichkeit, nur bisher wurden die Täter meist in andere Gemeinden oder gar ins Ausland versetzt. Ich schrieb hier extra Täter, weil es nicht nur das untere Rädchen dieser Organisation betrifft, aber es gab auch schon Urteile gegen diese Täter. Ein winzig kleiner Schritt aber immerhin ein Schritt.
>Die jenigen die sich an meiner Haltung stören......Fragezeichen, weil ich die Zivilquorage besitze das Umzusetzen wonach Lauthals geschrien wird. Ihr stört Euch daran das ich der Kirche sage was Ihr schreit?
><-- Ich würde es echt besser finden, wenn Du in manchen Dingen bei Dir bleiben würdest, wenn Du etwas verfasst…..bei Dir und Deinem Empfinden, Deiner Wahrnehmung und nicht wie oft geschehen von Dir, dass Deine Wahrnehmung oder Sichtweise auf uns projiziert wird. Wünschen würde ich mir wirklich, dass auch Du Deine Interpretationen, Deine Worte und vor allem das WIE Du an Deine Worte an uns richtest einmal reflektierst anstatt Dich immer wieder angegriffen zu fühlen wo kein Angriff stattgefunden hat oder Dich Deines Glaubens „beraubt“ fühlst wo auch dieses nicht stattfand.
>Ich persönlich und da bleibe ich ganz bei mir……erwarte von den anderen nicht, dass sie zb meine Einstellung oder Sichtweise teilen, den Tätern zu verzeihen, denn es liegt doch auch immer an die Schwere des Erlebten und wie das für den einzelnen empfunden worden ist. Wenn ein andere der auch schlimme Erfahrung zb mit der Kirche oder kirchlichen Einrichtungen gemacht hat, dieses für sich verzeihen kann, so finde ich das für den Betreffenen toll, dass er so seinen Frieden finden konnte, aber es muss doch für mich nicht auch so sein.
>Glauben spielt sich für mich nicht in einem Haus ab, einer Kirche, Moschee, Minorett oder oder statt sondern in mir selber. Für mich spielt die Zugehörigkeit einer Religion absolut keine Rolle, denn für mich steht der Mensch und somit die Menschlichkeit im Vordergrund, die Achtung vor – und untereinander, das dem anderen zuhören oder einfach für den anderen in der Not dazu sein. Ein respektvolles Miteinander ohne dem anderen meinen Glauben, meine Sichtweisen aufdrücken zu wollen oder zu dokumentieren wie Bibelfest ich bin Ich persönlich kann Bibelfest sein, aber ich lehne es für mich in dieser Form ab….ich wehre mich gegen dieses Glaubensdiktat und finde darin auch nicht den Trost oder die Kraft, die ich evt in den einfachen, herzlichen und doch tröstenden Worten von Menschen erfahre. Deshalb bin ich aber nicht neidisch, auf jene, die in der Bibel, in der Kirche oder sonstigen religiösen Gemeinschaften ihren Glauben und Frieden gefunden haben.
>Soll alles so bleiben wie es ist? Oder wollen wir Veränderung? Endlos reden ohne in die Tat umzusetzen.......dann bin ich hier falsch. Dennoch bis hier her großen Dank an Euch alle. Ich konnte wieder dazulernen.
><--Indirekt oder teilweise auch direkt habe ich darauf schon geantwortet. Auch hier lese ich Deine Interpretation heraus, die für mich einen Anflug von Überheblichkeit wiederspiegelt.
>-Auch hier möchte ich Dich fragen, wer Dir das Recht an die Hand gibt, beurteilen zu können was wir wollen oder nicht?
>-Stillstand oder Veränderung?
>-Hast Du Dir einmal die Mühe gemacht, diese HP ganz durchzulesen auch die Presseberichte oder die ganzen Aktionen die ins Leben gerufen worden sind durch uns alle u.a?
>
>Zum Abschluss…..eigentlich ist Dein letzter Satz in seiner Aussage ja positiv….denn man lernt immer dazu. Nichts mehr lernen bedeutet ja Stillstand und Stagnation tut keinem gut.
>Hier in diesem Kontext kommt dieser letzte Satz von Dir aber leider nicht nur positiv rüber, denn für m ich schwingt da ein sehr fader Beigeschmack mit ein. Schade eigentlich.
>
>Lieber Jürgen mein Post an Dich ist nicht böse, angreifend oder sonstiges gemeint sondern ich wünsche mir wirklich, dass Du einmal über das geschriebene nachdenkst ...dich auch einmal selber reflektierst wie Du auf Deinem Gegenüber wirkst und was Du in und mit Deiner Vehemenz Deinen Glauben und Sichtweise an die Person zu bringen auslöst.
>Liebe Grüße
>Sapphire




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