Gewalt in Partner-BeziehungenGewalt in der erwachsenen Beziehung zwischen Mann und Frau - weshalb hier auf unseren Seiten? Weil wir diese destruktive Art der Beziehung als Folgeerscheinung der Kindheitsgewalt betrachten! Partner in gewalttätigen Beziehungen finden sich nicht einfach so - durch Zufall. In solchen Beziehungen tanzen zwei Menschen einen tragisch-magischen Tanz, dessen Tanzschritte beide bereits in ihrer Kindheit gelernt haben. Egal, ob sie später Täter oder Opfer in der Partnerschaft werden. Beide wurden – fast immer - bereits in der Kindheit mit Gewalt in irgendeiner Form konfrontiert und geraten später in den Sog. Wiederholungszwang nach dem Motto: „Lieber das bekannte Unglück als das unbekannte Glück“ |
Der gefährlichste Ort ist die Familie,
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6. Für prügelnde PartnerDenn Geheimhaltung fördert die Gewalt. Redet über Eure Männer/Frauenrolle, eure Selbstansprüche, eure Überforderungen. Sprachlosigkeit fördert Gewalt. Prügelnde und geprügelte Partner denken, wenn sie es totschweigen, passiert es nicht wieder. Gewalt zeugt von Sprachlosigkeit. „Ich kann den Partner mit einem Schlag zum Schweigen bringen“ Der gewalttätige Mensch muss Verantwortung für sein Handeln übernehmen. akzeptieren sie„irgendwie als normal“, ob sie nun später zu Opfern aber auch zu Tätern dieses Systems werden - das musste ich in meiner über 6-jährigen Arbeit mit der Thematik Gewalt immer wieder erschüttert feststellen. Sind diese destruktiven Muster einmal bewusst, können sie zwar niemals ausradiert, aber durchaus neu und positiv aufgebaut werden. Die verdrängte, berechtigte Wut des betrogenen, vernachlässigten, gedemütigten, geprügelten oder missbrauchten Kindes muss gefühlt und ausgedrückt werden. Das ist , meiner Meinung nach, die einzige Chance, sich davon zu befreien und nicht mehr zur Gefahr für andere zu werden. Verdrängter, unbewusster Hass wirkt immer zerstörerisch, wird an unschuldigen Ersatzpersonen abreagiert, verwandelt sich in gefährliche Macht.. Jeder Gewalttäter, jede Täterin, ist schuldig und hat die Konsequenzen zu tragen. Es sollte Pflicht sein und ein anderes Verhalten zu erlernen. Die Klage über die erlittenen Zumutungen in der Kinderzeit ändert nichts daran, dass Erwachsene für ihr Leben verantwortlich und keine unschuldigen Kinder mehr sind - gemein, aber wahr !!! aber keine Krankheit – sondern ein Verbrechen ! Alleine die Ursachen der Gewalt zu kennen, ändert nichts daran. Nur mit fachlicher Hilfe können tiefverwurzelten Verhaltensmuster aufgelöst werden. Sobald ein gewalttätiger Mensch lernt, Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen, fühlt er sich auf eine Weise schuldig, die auch echte Reue zulässt. Erst Schuld, die bereut wird, kann praktische Konsequenzen haben. Alleine, das Wissen um die Hintergründe ändert noch gar nichts. Das Symptom ist nicht gelöst, wenn wir die vermeintliche Ursache kennen. Keiner hört mit dem Schlagen auf, nur weil er weiß, weshalb er schlägt. Nicht zwangsläufig schlägt jeder, der als Kind geschlagen wurde später selbst wieder. Doch eines ist klar: Jungen und Mädchen gehen anders mit frühen Gewalterfahrungen um - sie müssen anders damit umgehen - das schreibt ihnen das Rollenbild vor. Der Junge, der auch heute noch nicht weinen darf und keine Angst zeigen und das Mädchen, das keine Aggression zeigen darf... da hat sich leider nicht viel geändert. Männerbild: ein Mann muss immer 100% sein. Das Männerbild widerspricht den wahren Wünschen und Sehnsüchten eines Jungen und auch eines Mannes. Und was machen die unsicheren, die schwachen, in ihrer Angst ertappt zu werden? Sie kompensieren nicht selten durch Inszenierungen von maßloser Überlegenheit. Den geschlechtstypische Umgang mit allem was Mann oder Frau erlebt, sehen viele Experten als die wahre Ursache der Gewalt. Das erklärt dann ja vielleicht, weshalb Männer schlagen? Nun wissen wir aber, dass auch Frauen schlagen - wie erklärt sich dann das? Ich persönlich sehe die wahren und allerfrühesten Ursachen der Gewalt nicht in der Sozialisation, die ich aber selbstverständlich als weitere Beeinflussung der frühen Prägung betrachte. Ich hatte in meiner langjährigen Praxis noch keinen Menschen, der zum Täter oder zum Opfer geworden und nicht bereits als Kind in irgendeiner Form mit Gewalt konfrontiert worden war. Die Frauen, die später zu Täterinnen wurden, hatten meist gewalttätige, missbrauchende dominante Mütter. Diese Frauen haben eben nicht das frauentypische getan, nämlich in der Opferrolle zu verharren, haben evtl. das Erlebte nachgemacht, oder haben den Weg gewählt: „Angriff ist die beste Verteidigung“. Nie mehr ohnmächtig fühlen - als geeignetes Gegenmittel erscheint auch Frauen die Gewalt. Welchen Gewinn verspricht die Gewalt?
Damit versuchst Du es nur zu rechtfertigen. Wenn Du auch Schwäche als Teil Deiner selbst akzeptierst, brauchst Du keine Gewalt. Um das zu können - Such Dir professionelle Hilfe!!! Es gibt Sozialtraining, Antiaggressions-Gruppen, Therapie... Alleine ist es nicht zu schaffen!!!Beratung und Therapie für Täter und Täterinnen denn Täter-Therapie ist Opferschutz !!! |
8. Bücher zum Thema:Ich werde oft von Freunden/Freundinnen oder Verwandten gefragt, die von einer gewalttätigen Beziehung wissen, zumindest davon ahnen, wie sie helfen können. Hier empfehle ich das Buch: „Wie ein Anker im Strudel der Gewalt“ von Susan Brewster Weitere Buchempfehlungen zum Thema finden Sie hier in unserer Datenbank. Dagmar Minor |
9. Gewaltschutzgesetz:Informationen darüber finden Sie hier: http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/gewschg/ |
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