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Seele
(seelensturm61gmail.com)
2012-05-10 05:15
4185
Ich selber habe eine HP (http://herzsplitter28.de.tl/) zu dem Thema Missbrauch in Kindheit. ich erzähle da was ich erlebte aber habe auch Infoseiten dazu. Unter dem Nicknamen Seele, leite ich seit kurzem ein Forum (http://www.seelensturm.net/index.php?page=Index) für Menschen mit psychischen Problemen, die eben auch solche Traumas erleben mussten. Es ist mir persönlich sehr wichtig das man dieses Thema nicht nur in Zeitungen als Storry findet wenn was passierte und dann wieder vergessen wird.

Die Opfer leiden nicht selten ihr Lebenslang daurnter, darum finde ich so Seiten wie diese hier sehr wichtig und kann nur Ermutigen weiter zu machen. Es ist nicht immer einfach, kenne das ja auch als Seiteninhaberin. Bekam schon massivste Drohungen, meine Seite wurde zerstört, etc doch ich gab nicht auf und eröffnete sie an einem anderen Ort erneut. Bitte macht weiter, egal was andere sagen, ihr seit wirklich sehr wertvoll.

Mein realer Name möchte ich, zu meinem eigenen Schutz nicht sagen, denn ein Teil der Täter lebt noch. Hoffe das man dies verstehen kann.

Lg Seele

Rob
2012-05-03 04:48
4184
Seltsamerweise wird nur kindern und halbwüchsigen sowie manchmal jungen erwachsenen geholfen...bistee rstmal zu alt wird nicht mehr in dich investiert, weil du nicht mehr genug steuern zahlen kannst???
Weil man ab einem gewissen alter mit einer gewissen problematik als abgeschrieben gilt???
Hilfestelungen einen noch tiefer mitreinreißen, weil die schulden, die zinsen, die miete etc während einer auszeit in der klappse weiterlaufen, währenddessen fällt man vll noch in hartz4 und ist dann ganz geliefert... zum glück gibt es leute die solche seiten als stütze ins netz stellen, für leute die noch land sehen oder ne anlaufstelle brauchen.
finde es einerseits gut andererseits frage ich mich warum nicht kritischer mit der öffentlichkeit umgegangen wird von denen bei denen es was bringen würde kritisch zu sein. also von denen die noch keinen selbstmordversuch hniter sich haben, also noch glaubhaft sind, die studiert haben.also respektiert werden die die kraft und das nötige kleingeld haben zeitungsannoncen zu schalten, zu klagen und einfach nicht so leicht unterzubuttern und wegzuwischen wie labile menschen die mit ihrer autosuggestiven negativbeeinflussung sowieso schon jede konversation von anfang an zum scheitern verurteilt haben...

falls es so jemanden gibt, so solle er doch bitte mal kritisch, behende und vll ein bischen frech hinterfragen warum, weshalb, wieso und wie gehts besser.

lg rob

Siusaidh
(siusaidh99web.de)
2012-04-23 15:35
4183
Hallo!

Ich möchte nur ganz kurz hier hinterlassen, wie froh ich bin, daß es diese Seite gibt!
Nur durch die letzten Tage und der teils stundenlangen Lektüre hier, kann ich mich in manchen Dingen schon viel besser verstehen.
Vielen Dank fürs Auffangen!!!

Liebe Grüße
Siusaidh


Pferdefreundin
(questiondoct-online.de)
2012-04-06 17:19
4182
Hallo, ich lese hier zum 1. Mal. Ich finde es ganz toll, dass man sich hier erkundingen kann und dass es doch so viele geschundene Seelen gibt.
Ich habe auch sexuellen Missbrauch in der Familie erlebt durch den Vater. Ich bin noch nicht so weit ihm zu verzeihen, es gab jüngst eine Aussprache bei der er alles abstritt, aber im Beisein meiner Mutter es zugab und dann mich auch noch mal verbal gedemütigt hat und meine Mutter gleich mit.
Neue Erkenntnis: Meine Mutter hält zu mir, ich habe mir jetzt einen Wegbegleiter in Form eines Heilpraktikers gesucht, mit dem ich die Hypnosetherapie versuche.
Ich habe einen Freund der zu mir steht mit allem was ich bin und wie ich bin und wir bauen zusammen Haus. Ich habe ein Pferd das mir als Anker dient und ich wurde vor 10 Jahren von meinen Großeltern aufgefangen, bei denen ich wohnen konnte und die mich schon in der Kindheit mit begleitet haben.
Ich habe 10 Jahre lang verdrängt und ich merke jetzt im Umbruch (selber Familiengründung) kommt das alles auf einmal hoch.
Geäußert in Form von Ängsten bis Panikattacken beim Auto und Bahnfahren. Ich habe das erkannt und möchte das alles jetzt verarbeiten und endlich ein ganz befreites Leben beginnen.
Ich muss nicht mehr länger verschweigen, übertünchen, schönreden.
Wenn ich den Mann nicht sehen will, tu ichs auch nicht.
Ich habe das Glück irgendwie immer wieder solche starken Momente zu haben, ich staune immer wieder über mich selber wie ich nach vorne sehen kann.
Wie ich positives entdecke und auch in Zweifelsfällen (Gedanken was wäre wenn ich Suizid begehen würde), immer wieder zur Erkenntnis komme, wie schön eigentlich das Leben sein kann, das der Mann das gar nicht wert ist, dass ich mein Leben beende und dass ich tolle Leute um mich rum habe.

Ob ich das jetzt mit DIESER Therapie wegbekomme, ob ich verzeihen kann und gänzlich mit der Erfahrung leben kann, ich hoffe es für mich.

Birgit
(birgithilsegmx.de)
2012-04-04 20:21
4181
Danke erst einmal für die Möglichkeit, hier etwas zu "sagen" an dem man schon sehr sehr lange gelitten hat und nun in der Aufarbeitung steckengeblieben ist. Vor 8 monaten trennte ich mich (endlich entgültig) nach 18 Jahren von einem physisch und verbal gewalttätigen Mann. Zu beginn unserer Beziehung war er ein Traummann. Wir wurden für das ideale Traumpaar gehalten. Das ist aber nun sehr sehr lange her. Nach mehrfachen körperliche "Übergriffen" nahm ich die Anzeige bei der Polizei ständig wieder zurück. Danach das übliche Schema, Entschuldigungen, Versprechen von es kommt nie wieder vor usw. Im Laufe der Jahre wurden die Abstände der Gewalttaten immer kürzer und dann änderte sich auch sein Verhalten. Die Gewalt drückte er fast nur noch verbal aus Von stärkster Abwertung und schlimmen Ausdrücken bis zu "hoffentlich verreckst du bald.
Ich muß dazu sagen, daß ich eine hübsche attraktive Frau bin und jeder der davon weiß, mich nicht verstehen kann. Nun war ich 3 Monate in Mexico und für mich war das alles ziemlich ausgestanden. Ich kann nicht verstehen, warum jetzt der Schmerz des endlich "verlassen habens" wieder voll ausbricht. Vor meiner reise war ich schon weiter. Wie gesagt er war einmal mein Traummann und nun hörte ich von Bekannten, daß es ihm blendend gehen würde. Das hat es wohl ausgelöst. Ich denke wieso kann es ihm blendend gehen und ich arbeite mit Schmerzen an der Trennungsbewältigung. Wann hört denn das auf??? Auch beim letzten Gewaltakt gegen mich mußte die Polizei geholt werden und alle meine Freunde können es nicht verstehen, daß ich um ihn weine. Vorher war ich eine starke Frau, die wußte was sie wollte. Am Ende unserer Beziehung war ich nicht mehr ich selber. Ich kämpfe tapfer um mein Selbstwertgefühl aber es tut immer wieder sehr sehr weh und ich verstehe nicht warum! Ich sollte doch glücklich sein, daß ich es endlich geschafft habe, von ihm wegzukommen. Auf meiner reise in mexico habe ich auch viel über meinen "Marktwertz" positives erfahren, aber hier hilft mir das nichts. Es ist wieder Frühling unsere "Kennenlernzeit" und alles Schöne taucht wieder auf. Meine Vernunft um Gottes Willen, nicht wieder, aber auch ich sehe das gepeinigte "Kind von damals" und mir tut er unsagbar leid. Aber er ist ZU gewalttätig. Allerdings begegnet er Frauen und Fremden gegnüber mit einem großen Charme. Einem Charme, dem ich auch erlegen war. Wie kann ich mir helfen, daß ich alles mal abschließen kann um wieder frei für ein glückliches Leben zu werden. Ansonsten hab ich schon viel geschafft in meinem Leben. Danke fürs "aushalten" Birgit

heidi
(heidi.leizingerlive.de)
2012-03-29 15:38
4180
ich selber komme seit 19 jahren damit nicht klar weis auch nicht mehr weiter schafe es nicht darüber zu reden :-(

mymail
(my-mail_11gmx.de)
2012-03-28 08:50
4179
Narzissmus: Ich sehe das erste mal bewusst hier die Täter auch als Opfer und er tut mir auch wirklich unendlich Leid, für die Entbehrungen die er erdulden musste in seiner Kindheit. Aber, ich verstehe unsere Gesellschaft einfach nicht!

Da ist ein Täter (und für das Opfer ist es gleich, ob er mal selber Opfer war. Es wurde gerade zum Opfer gemacht, von etwas, wo es nichts zu konnte) und unsere Gesellschaft schütz die Unschuldigen nicht davor? Man wirft den Opfern eine Mitschuld vor, hätten sie doch besser aufgepasst, sie sollen doch mal "bei sich" gucken, an sich arbeiten...

Das erinnert mich immer so sehr an die 60er,als einem Opfer von einer Vergewaltigung immer oft auch eine Mitschuld gegeben wurde.. Hatte sie es vielleicht provoziert? Hatte se vielleicht einen kurzen Rock an? War ihr Ausstrahlung vielleicht zu unterwürfig? Muss sie mal "an sich" arbeiten?

Wieso? Nur weil da etwas böses rum läuft, muss doch nicht diese Frau,die das Gute ist nicht an sich selber etwas ändern...

Ich kann sie als Opfer sehen, aber sobald sie andere Schaden müssen sie dies erkennen und stoppen!!!Die Täter müssen sich Hilfe holen...

Und diese Aussage trifft wohl auf alle zu,die mal Täter waren!!!

Ich selber arbeite ja auch an mir, da ich Opfer wurde, um die Folgen nicht auf den nächsten zu übertragen!!!

?

Mensch
2012-01-21 20:19
4178
Guten Tag,
es tut gut dass es Ihre Seite gibt. Dankeschön!
Ich zähle wohl unter Erwachsen gewordenes Opfer.
Meine Mutter ist psychisch krank Borderline
meine Großeltern waren oft destruktive gewalttätige Narzissten.
Ich habe physische Gewalt gesehen und erlebt ich habe unsagbare
subtile Gewalt erlebt bis ich 5. Jahre war. Ich kam dann ins Kinderheim
und wurde ruhig gestellt mit Haloperidol und um meine „normale Schulbildung“
gebracht. Ich musste Lügen und mich winden um immer einen Job zu finden.
Ich habe es beruflich sonst wohin geschafft und persönlich mich fast umgebracht
weil ich es nicht besser wusste. Dann wurde ich krank meine schwer verletzte Seele
und mein ausgebeuteter Körper wollten nicht mehr. Aktuell bin ich völlig auf mich
zurückgefallen viele Wunden sind aufgebrochen und ich weiß nicht was ich tun soll.
Weiß nicht wie es weiter gehen könnte. Therapie mach ich seit Jahren diese sog.
Übergangsphase wie der TH meint sehe ich so nicht. Ich war noch nie so nah an den
Ursprungsverletzungen und außer sehr viel weinen kann ich nix anderes tun.
Ich bin heute 41 Jahre habe die Kinder nicht bekommen die ich gern gehabt hätte, aus
Angst Ihnen nicht gerecht, geworden, zu wären..
Ein Mensch unter Menschen




Michaela
(MKirit-online.de)
2012-01-18 21:56
4177
Hallo, ich habe heute Ihre Homepage gefunden, die ist sehr interessant ich bin shcon lange auf der Suche nach Hilfe für misshandelte Kinder.
Mein Kind 9 Jahre lebt in einer Pflegefamilie und dort sind schon Veletzungen am Körper gewesen die mein Kind geheim halten sollte, sie trug im Sommer immer nur lange Kleidung was schon komisch erscheint und das Kind erzählt es sein in der Dusche ausgerutscht und die Pflegemutter und die Betreuerin vom Jugendamt erzählen das beim Duschen plötzlich und unerwartet heisses Wasser raus kam.
Dann wird das Kind unter Druck gesetzt mit Sachen wie wenn es nicht fegen tut darf ihre Freundin nicht kommen, wenn sie nicht rum zickt darf sie reiten, oder ihr wird gesagt das sie mit Mama nicht viel reden darf usw... ich könnte schon mehrere Bücher übewr unsere Geschichte schreiben.
Gutachter und Jugendamt lügen das sich die Balken biegen und der jetzige Vormund schreibt auch nur LÜGEN über mein Kind und mich, ob wohl diese Person meinen Verlobten und mich nicht kennen.

rote träne
2012-01-04 20:25
4176
Hallo, ich bin heute zum erstenmal auf dieser Seite.Mir fällt es noch sehr schwer, darüber zu reden bzw. darüber zu schreiben was mir passiert ist. Ich finde diese Seite sehr gut.

unbekannt
(trauerndesHerzgmx.de)
2012-01-04 20:11
4175
Missbrauch in der Therapie

hier ein sehr wichtiger Link zum Thema:

http://www.christianeeichenberg.de/SUEPP_seminar.pdf


Patricia Kronberg
(infoberatung-duesseldorf.de)
2012-01-02 18:35
4174
"Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben." Wilhelm von Humboldt

In Erinnerung an eine wundervolle Kollegin und Freundin, Dagmar Minor-Püllen.

Patricia Kronberg
Fachberater-Team

unbekannt
(trauerndesHerzgmx.de)
2011-12-28 11:45
4173
Ergänzung zu Sex mit Patientin- weitere Geschädigte?

Es hat sich auf meinen Bericht über das Bielefelder Missbrauchverfahren gegen einen Psychotherapeuten eine weitere Betroffene gemeldet. Sollte es noch weitere Geschädigte geben, dann bitte ich sie die untenstehende Mail zu lesen und den Mut zu finden- nicht länger zu schweigen und an sich zu zweifeln:

,,ich erkenne mich in dem was Du schreibst sehr wieder. Auch ich habe diese zweifel an mir selbst und meiner Wahrnehmung. Es kann doch nicht wahr gewesen sein, oder doch? Was war wahr und was nicht.

Mir ist klargeworden, dass er sich selber schon seit längerer Zeit in einer Krise befindet, bei der er schon seit über 3 Jahren, wegen schweren Depressionen therapeutisch begleitet wird. Dies kam bei der Verhandlung heraus, als seine behandelnde Psychotherapeutin befragt wurde.

Er sieht sich selber als Opfer. Als ich ihn mit dem Zeitungsartikel unter dem Arm in seiner Praxis konfrontierte, meinte er zu mir, dass er der Frau nur habe helfen wollen, dass er passiv gewesen sei und dass er den Geschlechtsverkehr mit ihr in der Praxis vollzogen habe. Und er meinte zusätzlich noch, dass sie sich in ihn verliebt habe, sich rächen wollte und eine schwere Persönlichkeitsstörung habe- mit anderen Worten die Frau ist verrückt- er könne doch nichts dazu- ,,ein armes Opfer der Justiz". So hat er sich selber im laufenden Verfahren mehrfach bezeichnet. Es würde ihm Unrecht getan.

Ich weiss mittlerweile, dass meine Wahrnehmung stimmte und dass er mein Vertrauen für sexuell motivierte Annäherungen genutzt hat. Und ich bin mir auch sicher, dass er weitergegangen wäre, wenn ich mich nicht so erfolgreich gewehrt hätte.

Bei einer Vergewaltigung braucht es nicht unbedingt Gewalt, vor allem dann nicht wenn das Opfer, aufgrund von negativen Vorerfahrungen, unter Schock steht. Aber diese Widerstandsunfähigkeit wurde von der Justiz nicht anerkannt- klar dort sitzen ja auch keine Psychotraumatologen, sondern Juristen.

Ja, er war sehr zugewandt und ruhig von seiner Art. Er konnte gut Nähe geben, aber genau hier ist die Gefahr. Er hatte nicht mehr genügend therapeutische Distanz, weil er selber nähebedürftig war und dann kippte es und er bediente sich bei seinen Patientinnen- zumindest kam es mir so vor. Die Grenzen sind fliessend vor allem in der körpertherapeutischen Praxis. Doch ich glaube, dass man selbst als ehemaliges Missbrauchopfer irgendwo tief in sich drin ein Gefühl dafür hat, ob der Kontakt sexuell, oder nicht ist. Und die Verantwortung liegt in diesem Fall immer beim Therapeuten, selbst wenn die Patientin die Initiative ergriffen hätte. Ein Therapeut, oder eine Therapeutin, dürfen die Behandlung von Patienten niemals für sexuelle Handlungen nutzen (hierzu zählen: Worte, Blicke,Küsse, Berührungen und natürlich auch der Geschlechtsverkehr). Es ist ein Verstoss gegen die therapeutische Abstinenz. Der Therapieraum muss ein sicherer Ort sein und vor allem dann, wenn man eine Therapie mit einem ehemaligen Missbrauchopfer durchführt. Die Therapie ist kein rechtsfreier Raum. Wenn man Missbrauch in der Therapie googelt, dann kommt man auf sehr interessante Seiten. Das Urteil kann man bis zur endgültigen Urteilssprechung leider nicht nachlesen. Ich kann Dir aber demnächst das Aktenzeichen geben, dann kann man bei der Staatsanwaltschaft in Bielefel den Stand des Verfahrens erfragen. Dies macht vor März des nächsten Jahres aber keinen Sinn. Das endgültige Urteil wird vielleicht auf der Internetseite des Bundesgerichtshofs in Karlsruh erscheinen, aber ich weiss nicht, wie man an das Aktenzeichen kommt- einfach mal durchsuchen.

Da eine frühere Klientin von ihm beim Frauennotruf und von Wildwasser betreut werden/wurden kann man sicherlich auch dort an weitere Informationen kommen.

Ich wünsche Dir für deine neue Therapie eine guttuenden therapeutischen Kontakt und viel hilfreiche Unterstützung. Ich kann mir leider keine eigene Therapie finanzieren und bin leider nun darauf angewiesen, ob die Krankenkasse kulant ist, oder das Versorgungsamt für die Leistung aufkommt.

Ich stelle auch die ganze Therapie in Frage, vor allem seitdem mir klargeworden ist, dass er mich in Sicherheit gewiegt hat, um dann in der Krise, als ich mich nicht wehren konnte, dies für seine Bedürfnisse auszunutzen. Das was er getan hat, waren aus meiner Sicht in Bezug auf meine Person eindeutig Übergriffe, die zwar nicht im juristischen Sinne, einen Missbrauch darstellen, aber eindeutig sexuell und retraumatisierend waren. Er hat durch sein Verhalten bei mir einen weiteren Schaden angerichtet, sodass ich vorerst keinen Therapieraum mehr als sicher empfinden kann.

Die Schuld auf das Opfer abwälzen, sich selber als Opfer darstellen und Missbrauch auch noch mit Liebe gleichsetzen und verharmlosen- dies sind alles Reaktionen, wie sie bei Tätern oft vorkommen. Für mich ist eindeutig klar, dass er selber nicht über genügend Stabilität verfügt, um therapeutisch arbeiten zu können. Es ist gut, dass er selber in Therapie ist, aber solange er nicht sieht, was er der Frau und den anderen Opfern angetan hat, Reue zeigt, solange kann er nicht rehabilitiert werden- solange ist er noch in seinem Täterdenken gefangen. Erst mit der Empathie für die Opfer und Verantwortungsübernahme für das eigene Handeln kann man von einem therapeutischen Erfolg in der Behandlung von Sexualstraftätern sprechen. Und es müssen Bestrebungen von Wiedergutmachung vorhanden sein.

Erst nach der zweiten Urteilsverkündung wurde das Behandlungsverbot für Frauen aufgehoben. Sollte er in der Zwischenzeit Frauen behandelt haben, dann hätte er laut Zitat von der ersten Urteilsverkündung, die Haftstrafe sofort antreten müsssen. Aus deiner Mail entnehme ich, dass Du bis Februar noch bei ihm in Behandlung war. Daraus entnehme ich, dass Du ein Mann bist, ansonsten hätte er sich schon allein aufgrund des Verstosses gegen sein Urteil strafbar gemacht. Sollte es so sein, dann wäre es sehr hilfreich, wenn Du dich anonym an die Staatsanwaltschaft in Bielefeld wendest.Du erreichst Sie über die Telefonnummer vom Landgericht. Seit der letzten Urteilssprechung wurde das Berufsverbot aufgehoben, aber er hat zur Zeit anscheinend keine Kassenzulassung, weil seine Approbation ruht. In der Therapeutendatenbank der Psychotherapeutenkammmer NRW ist er nicht mehr gelistet.

Ich werde den Ausgang des Prozesses weiter verfolgen und über Neuigkeiten berichten, damit auch die vielleicht noch weiteren, bisher nicht in Erscheinung getretenen Geschädigten, nicht weiter an ihrer Wahrnehmung zweifeln, sondern sich selber glauben können-

Missbrauch in der Therapie ist immer strafbar und die Verantwortung dafür trägt der Therapeut oder die Therapeutin."

unbekannt
2011-12-12 20:26
4172
Seelenschmerz- emotionaler, sexueller Missbrauch und Misshandlungen durch die eigene Mutter, als nur eine Täterin von vielen aus der Familie und dem Bekanntenkreis der Familie. Jetzt 35-Kontaktabbruch zur Mutter vor 2 Jahren, sexueller Missbrauch bis zum 16. Lebensjahr, emotionaler bis vor 2 Jahren- endlich in Sicherheit- schon einiges an Therapie hinter uns, wir sind multipel geworden- nun kommt vieles was verdrängt und abgespalten wurde hoch, Weihnachten steht vor der Tür und im Januar jährt sich der Kontaktabbruch das zweite Mal- es geht uns sehr schlecht, haben keine Therapie mehr, sorgen für uns, aber jeder Tag ist anstrengend- es ist schon vieles besser geworden, aber jetzt durch den inneren Zusammenbruch und die Erinnerungen und Gefühle an den Missbrauch, die nun das erste Mal nicht mehr abgespalten werden müssen, erkennen wir das ganze Ausmaß der Gewalt, die uns zugefügt wurde und wie ekelig, brutal und grausam es war- und wir fühlen zum ersten Mal, dass es uns betrifft, dass wir es erlebt haben- überlebt haben- Erschöpfung, Trauer, Wut und Verwirrung- Ohnmacht, umso besser der Gedanke mit diesen Erfahrungen, Gefühlen, Erlebnissen und Bildern nicht allein zu sein-Hallo da draußen an alle die wissen was ich mit Wahnsinn meine. Ich möchte es schaffen trotzdem weiterzuleben und hoffe, dass ich es kann, auch wenn ich mich manchmal sehr elend fühle.

Ägypta
2011-12-11 14:54
4171
Vielen Dank für Euer Sein und Eure Arbeit!!!

Mehr krieg ich noch nicht heraus.
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